Über mich – Petra Weiß

„Das Leben muss vorwärts gelebt werden, es wird aber nur rückblickend verstanden.“, so sagte sinngemäß der dänische Philosoph Sören Kierkegaard. Oder wie meine Mutter es etwas volkstümlicher auszudrücken pflegte: „Alles Schlechte ist auch für etwas gut.“

Wenn ich meine eigene Biographie betrachte, kann ich das nur bestätigen. Meine schwierigen Startbedingungen und all die Krisen – private, gesundheitliche und berufliche – ergeben erst im Nachhinein betrachtet einen Sinn. An diesen Herausforderungen bin ich gewachsen. Sie haben mich in Wandlungsprozesse gezwungen, auf die ich mich ohne den Druck und das Leid niemals eingelassen hätte.

Denn so wie Sie vermutlich auch, bin ich ein Mensch, der nervigen Konflikte lieber aus dem Weg geht, anstrengende Veränderungen hinausschiebt und vor allem keine gesundheitlichen Malaisen erleben möchte. Dass ich heute da stehe, wo ich bin, ist nicht meinem besonderen Heldentum zu verdanken. Es ist das Ergebnis von mehreren Entwicklungsschleifen aufgrund von systemischen Belastungen, traumatischen Erlebnissen und besonderen Bedürfnissen aus meiner Veranlagung, die unglücklich mit meinen Lebensumständen zusammengetroffen sind.

Was ich dabei erfahren durfte: Ich bin nicht allein. In jeder Lage hatte ich stets die notwendige Unterstützung. Jemanden, auf den ich mich verlassen konnte – zunächst in erster Linie medizinisch und therapeutisch, später in der Partnerschaft und zwischenzeitlich auch in einem tragfähigen Netz aus engen Freunden. Solche Entwicklungen kommen meist nicht von selbst. Und leider reichen ein bisschen Trost und guter Wille auch nicht immer aus. Was es braucht, sind wirksame Verfahren.

Die Methoden, mit denen ich Ihnen heute zur Seite stehe, kenne ich aus eigener Erfahrung – nicht nur als Therapeutin, sondern sie waren mir hilfreich auf meinem eigenen Genesungsweg. Ich habe Verständnis und Mitgefühl für Ihre Hoffnungen und Enttäuschungen, für Ihre Ungeduld und Ihren Frust. Mit Überzeugung kann ich sagen sagen, dass es sich lohnt, Schwung zu holen und am Ball zu bleiben.

Während meiner dreijährigen Ausbildung zur Traumatherapeutin musste ich feststellen, dass ich in fast jeder Traumakategorie eigene Erlebnisse zu verarbeiten hatte. Manche waren bereits verstoffwechselt oder gerade in Lösung, andere waren zurückgestellt und warteten auf den rechten Moment.

Traumaarbeit ist kein Schnellverfahren. Es kann vorkommen, dass man jahrzehntelang prima seinen Alltag meistert und dann kommt eine Operation mit Narkose, ein kleiner Reitunfall oder eine Turbulenz in der Paarbeziehung – und die ganzen Gefühle von damals brechen wieder über Sie herein. Oder körperliche Beschwerden machen sich breit, die mit den üblichen Behandlungsweisen nicht zu stoppen sind. Das ist nach einem Entwicklungstrauma oder nach einem Schocktrauma leider sehr normal. Wichtig ist, wie es dann weitergeht.

Ziel ist es nicht, egal was passiert, immer ganz „Om“ zu sein. Das ist weder möglich noch erstrebenswert. Sondern einen Weg zu finden, wie man die aufkommenden Gefühle regulieren kann, ohne sie zu unterdrücken, so dass man mit sich verbunden und gleichzeitig handlungsfähig bleibt. Gesunde Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, das rechte Maß an Nähe und Distanz dynamisch und situativ angemessen zu gestalten. Lebendiges Leben lebt von der Spannkraft der Seele – nicht vom Vermeiden von stressigen Situationen.

Lassen Sie sich von der Selbsthilfe-Industrie nicht erzählen, es sei Ihre schuld, wenn Sie noch immer unter der alten Belastung leiden. Sie müssten ja nur… (im Zweifel einen Kurs besuchen oder ein Buch lesen etc.) und alles wäre gut. Diese Sicht ist eindimensional und wird der Komplexität des Einzelnen in seinem Schicksal nicht gerecht. Sie verursacht zusätzliche Pein durch Schuld und Scham. So funktioniert das nicht.

Mit ein paar Meditationen oder Achtsamkeitsübungen können Sie Ihre Fähigkeit zur Entspannung und zur Konzentration möglicherweise unterstützen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich mache das selbst und wertschätze den erholsamen Effekt. Heilung geschieht allerdings auf einer anderen Ebene.

Und da setzen wir gemeinsam an.

Neben meinen persönlichen Qualitäten mag es für Sie wichtig sein zu erfahren, wem Sie sich in fachlicher Hinsicht anvertrauen. Schließlich wollen Sie sich in kompetente und seriöse Begleitung begeben.

Daher nenne ich Ihnen hier die wichtigsten Stationen meiner fachlichen Qualifikation und Berufserfahrung.

Petra Weiß – Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim

1993 Beginn einer angeblich unheilbaren Autoimmunerkrankung

2003 schwerer Schub, Genesung und berufliche Neuausrichtung

2004-2006 Ausbildung zur Heilpraktikerin an der Akademie für Ganzheitsmedizin, Heidelberg

22.11.2006 Prüfung durch das Gesundheitsamt Bergstraße und Zulassung als Heilpraktikerin

2007 Angewandte Kinesiologie: Touch for Health – alle drei Kurse, HP Sigrun Schmitt-Henkelmann Bad Homburg

2008 Abschluss meiner einjährigen Fortbildung in Familienstellen, HP Dörte Siekmann, Lorsch

2008 Zusatzqualifikation Familienstellen am Brett, HP Jeannette Striebich, Heidelberg

2006 Einjährige Fortbildung in anthroposophischer Medizin, Dr. med. Johannes Engesser und Dr. med. Susanne Hofmeister, Heidelberg

2009 1-wöchiger Kurs Anthroposophische Medizin für Fortgeschrittene, HP Werner Schmötzer, Dornhan

2010 Fortbildung zur Beraterin für anthroposophische Arzneimittel im OTC-Bereich, Wala Arzneimittel GmbH, Bad Boll

2010 Beginn meiner Ausbildung zur Traumatherapeutin mit Somatic Experiencing am Odenwald-Institut, Waldmichelbach

2014 Abschlusszertifikat in Somatic Experiencing

2015 Beginn meiner 15-monatigen Fachfortbildung in klassischer Homöopathie an der Akademie für Ganzheitsmedizin, Heidelberg

2016 Abschluss der SHZ-zertifizierten Homöopathie-Fortbildung

2019 einwöchige Fortbildung in Lüscher-Color-Diagnostik, Max-Lüscher-Stiftung, Luzern

2006 – 2019 regelmäßige Teilnahme an der Medizinischen Woche in Baden-Baden: Kongress für Komplementärmedizin, hier wiederholt Fachfortbildung in 4-Elemente-Medizin bei Dr. med. Peter Vill. Erlangen

2006 – 2019 regelmäßige Teilnahme und Referentin der Kongresse der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. Heidelberg

2006 – 2019 Besuch zahlreicher Vorträge  – und eigene Referate – zu psychologischen und ganzheitsmedizinischen Themen im Rahmen der Ganimed-Vorlesungsreihe an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

2014 – 2019 regelmäßige Teilnahme an den Kongressen der Milton-Erickson-Gesellschaft, Heidelberg

2019 Teilnahme am Symposium „Beziehungskultur, Ego-Kult und Narzissmus“ des Odenwald-Instituts, Waldmichelbach

2020 – 2023 diverse Online-Kongresse unter anderem zu den Themen „Alleingeborene Zwillinge“ und „Ganzheitliche Heilung“

2022 – 2023 schwere Erkrankung und Umstellung der Praxis auf den Schwerpunkt Psychotherapie (HeilprG)

2023 Kurs „Die Heldenreise“ am Odenwald-Institut, Waldmichelbach

2025 und 2026 Online-Fortbildung  „Die Anatomie des Bösen“ und „Zwischen Leben und Tod“ beim RPP-Institut, Wien

Nach 20 Jahren täglicher Praxis habe ich beschlossen, meine Blickwinkel auf die Psyche des Menschen um eine wissenschaftliche Perspektive zu erweitern. Ich kann jetzt schon neue Erkenntnisse aus den Lehrinhalten in meine Sprechstunde einfließen lassen. Sie ergänzen meine praktische Erfahrung und meinen Wissensschatz aus den vergangenen zwei Jahrzehnten in fruchtbarer Weise.

Studium der Psychologie im Bachelor-Studiengang an der staatlichen Fernuniversität in Hagen – berufsbegleitend ab 01.10.2026 🙂