Manche seelischen oder körperlichen Beschwerden lassen sich allein aus der aktuellen Lebenssituation heraus nur schwer verstehen. Hinter Ängsten, depressiven Verstimmungen, wiederkehrenden Beziehungskonflikten oder auch körperlichen Beschwerden können familiäre Prägungen und unbewusste Bindungen eine Rolle spielen.
Beim Familienstellen betrachten wir Ihr Anliegen im Zusammenhang mit Ihrem Familiensystem. Dabei können Zusammenhänge sichtbar werden, die Ihnen bisher nicht bewusst waren – beispielsweise übernommene Rollen, ungelöste Konflikte, starke Loyalitäten oder Belastungen aus früheren Generationen.
Das kann helfen, die eigene Situation mit anderen Augen zu verstehen und seelische Prozesse in Gang zu bringen, die Veränderung und Heilung unterstützen können.
Familienstellen als Einzelarbeit
In meiner Praxis findet die Aufstellung eins zu eins statt.
Sie brauchen weder eine Gruppe noch Stellvertreter aus dem Kreis anderer Teilnehmer. Wir arbeiten ausschließlich mit Ihrem persönlichen Anliegen und in einem geschützten Rahmen.
Je nach Fragestellung stelle ich die beteiligten Personen beispielsweise mit Figuren oder Bodenankern auf. Ich übernehme dabei die verschiedenen Positionen und unterstütze den Prozess durch Wahrnehmungen, lösende Sätze und Bewegungen.
Das ermöglicht eine konzentrierte Arbeit, bei der wir uns ganz auf Ihre Situation und Ihre Fragestellung konzentrieren können.
Für welche Anliegen kann Familienstellen hilfreich sein?
Eine systemische Aufstellung kann insbesondere dann interessant sein, wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Thema tiefer reicht als die aktuelle Situation.
Das kann beispielsweise sein bei:
- Ängsten, depressiven Verstimmungen und anderen seelischen Belastungen
- wiederkehrenden Beziehungskonflikten
- familiären Konflikten und schwierigen Ablösungsprozessen
- Schuld- und Schamgefühlen oder einer starken inneren Verpflichtung gegenüber Angehörigen
- wiederkehrenden Lebensmustern, die sich rational nur schwer erklären lassen
- psychosomatischen Beschwerden
- körperlichen Erkrankungen, bei denen auch seelische oder familiäre Zusammenhänge betrachtet werden sollen
- schwierigen Entscheidungen und Lebensübergängen
- Erbschafts- und Nachfolgekonflikten
- Themen, bei denen Sie trotz vieler eigener Lösungsversuche nicht weiterkommen
Eine Aufstellung ersetzt dabei keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik. Sie kann eine zusätzliche Perspektive eröffnen und Zusammenhänge sichtbar machen, die in der weiteren therapeutischen Arbeit berücksichtigt werden können.
Wie ich mit Aufstellungen arbeite
Eine Aufstellung beginnt nicht mit der Methode, sondern mit Ihrem konkreten Anliegen.
Wir klären zunächst, was Sie beschäftigt und welche Frage Sie mitbringen. Daraus ergibt sich, welche Personen oder Beziehungen für die Aufstellung relevant sind.
Während der Aufstellung können sich neue Zusammenhänge zeigen. Wir betrachten diese gemeinsam und suchen nach einer Position, einer Haltung oder einer Handlungsmöglichkeit, die für Sie stimmig ist.
Dabei geht es nicht darum, eine vorgegebene „richtige Ordnung“ herzustellen. Entscheidend ist, was sich für Sie verändert und welche neue Perspektive Sie aus der Aufstellung mitnehmen können.
Wenn körperliche oder seelische Beschwerden im Familiensystem verankert sind
Manchmal zeigt sich im Verlauf meiner Arbeit, dass ein aktuelles Problem mit einer familiären Dynamik verbunden ist.
Dann kann eine Aufstellung helfen, diese Verbindung sichtbar zu machen. Umgekehrt können sich auch während einer Aufstellung Hinweise auf seelische oder körperliche Belastungen zeigen, die anschließend mit einer anderen Methode weiterbearbeitet werden.
Deshalb ist Familienstellen in meiner Praxis nicht isoliert von den anderen Verfahren zu betrachten. Eine systemische Erkenntnis kann beispielsweise in eine Somatic-Experiencing-Sitzung, einen Bewusstseinsprozess oder eine andere therapeutische Arbeit münden.
Auch meine Kenntnisse aus der Homöopathie können Hinweise auf systemische Themen geben. Ein Mittel kann beispielsweise eine familiäre Dynamik oder ein übernommenes Thema sichtbar machen, das anschließend nicht homöopathisch, sondern mit einer Aufstellung oder einem anderen therapeutischen Verfahren bearbeitet wird.
Die Methode folgt dem Anliegen – nicht umgekehrt.
Ein Beispiel aus meiner Praxis
Eine Frau kam mit einem langwierigen Erbstreit innerhalb ihrer Familie zu mir. Sie kam auf Empfehlung, war sehr gut vorinformiert und wusste daher bereits genau, dass sie ausschließlich systemisch arbeiten wollte.
In zwei ausführlichen Gesprächen betrachteten wir zunächst die beiden Seiten ihrer Ursprungsfamilie. Erst danach stellten wir die für den Konflikt ursächliche Konstellation auf.
Die Aufstellung veränderte ihren Blick auf die Situation. Sie ging anschließend mit einer neuen inneren Haltung in die Gespräche mit ihren Geschwistern und konnte die anstehenden Verhandlungen gelassener führen.
Das ist für mich ein wichtiger Aspekt des Familienstellens: Es geht nicht darum, andere Menschen zu verändern. Manchmal passiert das als durchaus erwünschte „Nebenwirkung“. Verändern kann sich zunächst der eigene Umgang mit einer Situation.
Ihr Anliegen steht im Mittelpunkt
Sie müssen nicht bereits wissen, warum ein Problem besteht oder ob eine Aufstellung tatsächlich das richtige Verfahren für Sie ist.
Im kostenlosen Info-Gespräch können wir zunächst klären, ob Ihr Anliegen für diese Form der Arbeit geeignet ist und ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt.
Wenn Sie sich anschließend für eine Aufstellung entscheiden, beginnt die eigentliche Arbeit mit einer ausführlichen Klärung Ihres Anliegens und der familiären Zusammenhänge.
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